Intensiver Einblick in das FRISCH AUF!-Nachwuchscenter – Athletiktrainer Peter Esenwein im Interview

Nicht nur im Profibereich von FRISCH AUF! Göppingen, sondern auch im FRISCH AUF!-Nachwuchscenter wird großartige und professionelle Arbeit geleistet und viele fleißige Hände sind an der Entwicklung der Strukturen im Nachwuchsbereich sowie an der Ausbildung und Entwicklung der "Stars von morgen" beteiligt.
In einer kleinen Serie gibt FRISCH AUF! einen intensiven Einblick in das Nachwuchscenter und stellt die verantwortlichen und handelnden Akteure näher vor. Seit einigen Jahren ist Peter Esenwein Athletiktrainer im FRISCH AUF!-Nachwuchscenter. Er gibt einen Einblick in seine Arbeit und berichtet auch von der Steuerung des Trainings in der aktuellen Corona-Krise.

Du bist seit einigen Jahren Athletiktrainer im Nachwuchscenter von FRISCH AUF! Göppingen. Was macht für Dich den Reiz der Trainingsarbeit mit den Spielern der verschiedenen Altersklassen aus?

P. Esenwein: Der Reiz für mich liegt darin, die talentierten und meist hoch motivierten jungen Spieler des Nachwuchscenters im Bereich der allgemeinen Athletik auf ihrem Weg zu unterstützen und zu begleiten. D. h. auch Ansprechpartner für die alltäglichen Fragen der Spieler im Bereich des Athletiktrainings zu sein.


Die Bandbreite der Trainingsinhalte bei 13-jährigen bis 19-jährigen Spielern ist sicherlich sehr groß. Kannst Du die Trainingsinhalte in den verschiedenen Altersklassen kurz umreißen?

P. Esenwein: In den jüngeren Altersklassen, d. h. U15 und U17, liegt der Fokus auf einer breiten Ausbildung und Entwicklung wie dem Lauf ABC, Koordinationsübungen und einer stabilen Körperhaltung verbunden mit allgemeinen und sportartspezifischen Kräftigungsübungen mithilfe des eigenen Körpergewichts und bei der U17 mit geringen Zusatzgewichten. Im U19-Bereich, in dem bereits die koordinativen und konditionellen Fähigkeiten sehr ausgeprägt sind, liegt der Fokus in der Heranführung der Spieler an die Aktiven-Klasse, um den nächsten Schritt der körperlichen Entwicklung vorzunehmen und die Spieler auf die höheren Spielklassen, angelehnt an das DHB-Athletikkonzept, bis auf Bundesliga-Niveau zu entwickeln. Wichtig ist dabei eine stetige und kontinuierliche Erhöhung der Kraft- und Schnellkraftfähigkeiten.

Einige Spieler der U19 werden bereits ins Bundesligatraining integriert. Wie erfolgt bei diesen Spielern die Trainingssteuerung im athletischen Bereich?

P. Esenwein: Zunächst sei bemerkt, dass sich die Entwicklung und Integration von jungen Spielern des Nachwuchscenters in den Profibereich in den letzten zwei Jahren sehr positiv entwickelt hat. Dies zeigt sich nicht zuletzt an der Tatsache, dass noch nie so viele Spieler der U19 Jugendbundesliga-Mannschaft bereits im Training der Profi-Mannschaft mit dabei sind bzw. schon Einsätze in Punkt- und Trainingsspielen hatten. Dass dies so gut funktioniert, liegt meiner Ansicht nach an der intensiven und engen Kommunikation der Verantwortlichen von Profi-Mannschaft und Nachwuchscenter. Um nur zwei Beispiele für diese positive Entwicklung zu geben: Hartmut Mayerhoffer und Christian Schöne zeigen sich oft bei den Trainings aller Nachwuchscenter-Mannschaften und sprechen persönlich mit Spielern während oder nach deren Training. Physiotherapeut Sebastian Daebel ist immer für eine Kurzeinschätzung bei Verletzungen bereit und wenn er Zeit hat, steht er auch für Behandlungen zur Verfügung. Diese Wertschätzung kommt bei den Jungs im Nachwuchscenter sehr gut an und motiviert extrem.
Nun zur Frage der Trainingssteuerung bei den Spielern, die bereits im Bundesligatraining mit integriert sind: Die Trainingssteuerung läuft über Sebastian Daebel zusammen mit Athletiktrainer Dr. Dieter Bubeck. In Absprache mit Sebastian Daebel, der das Ganze sowohl für diese Spieler als auch für die Profis protokolliert, Bundesliga-Trainer Hartmut Mayerhoffer, den betreffenden U19-Spielern und mir wird dann noch ein entsprechendes individuelles Training für diese Spieler angeboten. Die Inhalte und Intensität hängt dann von der Vorbelastung und dem objektiven Fitnessempfinden der Spieler ab. Sebastian Daebel selbst ist ja ein Experte sowohl im Reha-Training als auch im Athletiktraining und wir ergänzen uns hier, denke ich, wunderbar.

In der aktuellen Corona-Krise ist das Training in den eigenen vier Wänden in aller Munde. Wie steuerst Du das Training der Nachwuchsspieler momentan?

P. Esenwein: Die Nachwuchscenter-Mannschaften haben von mir einen Rahmentrainingsplan im Athletikbereich, den sie 2-3mal pro Woche absolvieren. Dieser beinhaltet individuelles Lauftraining mit Sprints und Sprüngen sowie allgemeine Kräftigung. Zusätzlich findet für die Nachwuchscenter-Mannschaften einmal pro Woche ein Videotraining statt. Hier liegt der Fokus dann eher auf dem Stabilisierungs- und Kräftigungstraining. Gemeinsam mit unserem Mentalcoach Andreas Blessing trainieren wir dann ca. 1 ½ Stunden gemeinsam über das Videoportal. Andreas Blessing, der selbst aktiv mitmacht, lässt dann während des Trainings immer wieder Aspekte aus dem Mentalcoaching mit einfließen. Dadurch schaffen wir Synergieeffekte für die Spieler. Am Wochenende steht dann noch ein individueller Dauerlauf zur aktiven Erholung auf dem Programm.

Quelle: PM FRISCH AUF! Göppingen


  

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