Blacky Schwarzer im Löwen-Podcast über Trainerwechsel, den Wandel des Handball-Sports und eine legendäre Weltmeister-Party

Was er vom Trainerwechsel bei den Löwen hält, warum er sich lieber für die Jugend als bei den Profis engagiert, wie sich der Handball in den letzten Jahrzehnten verändert und was er in erster Linie aus seiner Zeit beim FC Barcelona mitgenommen hat: In der aktuellen Ausgabe von „#1team1podcast – der Handball-Podcast der Rhein-Neckar Löwen“ spricht Christian „Blacky“ Schwarzer offen und ehrlich über seine Ansichten, Erfahrungen und Erlebnisse. Eine besondere Ausgabe mit einem ganz besonderen Typen!

Aus dem Gespräch mit Podcast-Host und Löwen-Arenasprecher Kevin Gerwin wird ein spannender Ritt durch rund 30 Jahre Handball-Geschichte. Blacky Schwarzer erzählt von seinen Anfangszeiten in Fredenbeck, als die Spieler bei der Hallen-Vergrößerung noch selbst Hand anlegten und die Zuschauer hin und wieder den Jungs auf der Platte ein Bein stellten. Vergleiche man den Handball von damals mit dem von heute, müsse man eigentlich von einer neuen Sportart sprechen, meint der 50-Jährige.

Hier die besten Aussagen im Überblick:

Zum Trainerwechsel bei den Löwen: "Für Kristjan Andresson war es unheimlich schwer. Schlussendlich kann man diesen Trainerwechsel verstehen." (Minute 5/6)

Über Martin Schwalb: "Ich kenne Schwalbe als Freund, Mitspieler und Trainer. Die Jungs bei den Löwen brauchen einen Trainer, der sie bei Laune hält, der ihnen Ideen mitgibt und sie dann einfach machen lässt. Bis jetzt sieht es so aus, dass Schwalbe das gut hinkriegt." (Minute 7/8)

Über seinen Job als Jugendtrainer und -koordinator: "Ich habe für mich die Entscheidung getroffen, dass ich aus dieser Mühle Handball-Bundesliga gerne heraus möchte. Dann habe ich von Heiner Brand das Angebot bekommen, als Jugendkoordinator und als Jugend-Bundestrainer beim DHB zu arbeiten. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat mir schon immer Spaß gemacht." (Minute 9)

Kritik am DHB wegen der Entlassung von Christian Prokop: "Die Situation beginnt für mich schon vor drei Jahren mit der Entscheidung für einen jungen Trainer als Bundestrainer - mit einer unvorstellbar hohen Ablösesumme. Ein Trainer, der international völlig unerfahren ist." (Minute 11)

Über den neuen Bundestrainer Alfred Gislason: "Man hat die Ziele, darunter Olympia-Gold, gefährdet gesehen. Alfred Gislason hat so viel mitgemacht und international Erfahrungen gesammelt." (Minute 14/15)

Warum er so gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeitet: "Das ist einfach eine ganz ehrliche Aufgabe. Du kriegst von den Mädels und Jungs sofort eine Rückmeldung." (Minute 24)

Über den Wandel des Handball-Sports: "Wenn ich mir das Sportliche anschaue, kann man das vergleichen mit einem Spiel in Echtzeit und einem in Zeitlupe. Heute sind die athletischen Voraussetzungen und das Tempo ganz anders. Das sind fast zwei verschiedene Sportarten." (Minute 29/30/31)

"Früher hatte Charme, wenn dir die Leute ein Bein gestellt haben, weil sie direkt am Spielfeldrand saßen. Da wurde mit allen Tricks gearbeitet, da gab es auch schon mal 'ne Schlägerei. Genauso haben aber auch die großen Arenen von heute ihren Charme und helfen unserer Sportart unheimlich." (Minute 34)

Über Olympia: "Es war immer mein größtes Ziel, an Olympischen Spielen teilnehmen zu dürfen. Deshalb freue ich mich auch jeden Tag darüber, die Olympische Silber-Medaille von Athen in meiner Vitrine zu haben." (Minute 37)

Über seinen Kontakt zu Dirk Nowitzki: "Dirk ist vom Herzen her Handballer, sein Papa hat die große Zeit im Feld-Handball mitgeprägt. Er selbst hat lange selbst gespielt, bevor er zum Basketball kam. Man sieht sich regelmäßig. Aktuell sucht er noch sein Betätigungsfeld, aber die Dallas Mavericks werden da schon was Passendes für ihn finden. (Minute 44/45)

Über Heiner Brand als Bundestrainer: "Sich selbst zu entwickeln, von seinen Prinzipien abzurücken und auf uns als Mannschaft zuzugehen, das ist die größte Qualität von Heiner Brand gewesen damals. Ich habe so viele Dinge bei ihm lernen können und dürfen. Dabei haben wir am Anfang gedacht: Das funktioniert gar nicht. Aber er hat uns dann unsere Freiheiten gelassen. Letztlich ist daraus für mich eine Freundschaft zu Heiner entstanden." (Minute 51/52/53)

Zu seinem Kapitel als Spieler der Löwen im Vergleich zu den Löwen von heute: "Der große Unterschied liegt in der Zusammensetzung des Kaders und der Philosophie des Trainers. Wir haben es damals nicht geschafft, eine Mannschaft aufs Feld zu bringen, die eine Sprache spricht. Das musste sich ändern - und das wurde dann auch sukzessive richtig gut gemacht. Die Entwicklung der Löwen ist in allen Bereichen sehr, sehr positiv." (Minute 65/66/67)

Über die Mannschafts-Party nach dem WM-Titel 2007: "Das war eine legendäre Party! Der Wirt in unserem Hotel hat gesagt: Ich mache alles für euch! Das war dann eine ganz, ganz tolle Feier bis in die Morgenstunden. In den Interviews am nächsten Tag war der eine oder andere noch ein bisschen angeschlagen." (Minute 76)


Hier geht es zur kompletten Folge

Quelle: PM Rhein-Neckar Löwen




  

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