„War irgendwie alles verkrampft im Angriff“: Konstanz-Linkshänder Joschua Braun

Foto: Michael Elser Foto: Michael Elser

Mit einer bitteren wie unnötigen 17:20-Niederlage kehrte die wie der Gegner ersatzgeschwächte HSG Konstanz aus Lübeck zurück. Im Gespräch mit HSG-Pressesprecher Andreas Joas benennt Linkshänder Joschua Braun die Defizite und blickt auf das nächste Heimspiel am Samstag, 20 Uhr, gegen Aufstiegskandidat TUSEM Essen voraus.

Joschi, Ihr habt den Gegner in der Defensive gut im Griff gehabt. Haben Euch die verworfenen Siebenmeter und Gegenstöße um den Lohn der guten Abwehrarbeit gebracht?

Die verworfenen Bälle waren sicher ein Faktor. Die Siebenmeter, die freien Würfe, die Gegenstöße. Aber allgemein haben wir uns im Angriff sehr schwer getan. Das sieht man schon an der niedrigen Torzahl, die wir erreicht haben. Ich denke, die Abwehr war ganz solide. Auswärts 20 Tore zu bekommen ist gut, aber nach den gehaltenen Bällen konnten wir den Schwung viel zu wenig nach vorne mitnehmen und daraus Tore erzielen. In der ersten Halbzeit hat das noch besser geklappt und wurde mit einer Führung belohnt. Nach der Pause war irgendwie alles ein wenig verkrampft im Angriff, wir sind nie so richtig zum Zug gekommen und haben nicht die Kontrolle bekommen, die wir gebraucht hätten.

Welche Rolle hat dabei Dennis Klockmann mit 15 Paraden und 47 Prozent gehaltenen Würfen gespielt?


Der hat sicher super gehalten und ein paar Freie weggenommen. Das soll jedoch keine Ausrede sein. Wir müssen die Dinger natürlich trotzdem reinhauen. Das ärgert uns sehr.

Was hat in der Schlussphase eine Rolle gespielt: Die Kräfte bei vier Ausfällen und weiteren angeschlagenen Spielern, das Selbstvertrauen, Nervosität?

Vielleicht eine Mischung aus allem. Das lässt sich schwer sagen. Wir haben viel mit zwei Krausläufern gespielt und haben sie leider zu wenig richtig einsetzten können. Das war schade. Aber vor allem haben wir viel zu viele freie Chancen vergeben, das fiel dann Stück für Stück alles herunter.

Abstiegskampf ist ein Wechselbad der Gefühle. Letzte Woche noch obenauf, nun der Nackenschlag und überraschende Siege der Konkurrenz. Das tut sicher weh.

Für was machen wir die ganze Sache und fahren 1800 Kilometer? Es geht alles um das Spiel, das man unbedingt gewinnen will. Es tut sehr weh, wenn man das am Ende nicht schafft. Wir müssen die Lehren daraus ziehen, unsere eigene Leistung kritisieren und sehen, was falsch gelaufen ist. Ab Montag bereiten für uns auf das nächste Spiel vor. Da nützt es jetzt auch nichts, lange herum zu lamentieren.

Das Heimspiel gegen Essen bietet dann wieder eine komplett andere Ausgangsposition.

Klar, ein richtig guter Gegner. Aber daheim haben wir schon den einen oder anderen unerwarteten Punkt geholt. Ich sehe uns nicht chancenlos. Klar wird es schwer, aber mit der Schänzle-Hölle im Rücken kann das schon etwas werden.

Fragen: Andreas Joas

Quelle: PM HSG Konstanz


  

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