Löwen sind vor Balingen gewarnt

Umkämpft geht es traditionell zu zwischen dem Bergische HC und HBW Balingen-Weilstetten. Nachdem die Duelle in der vorigen Saison ausgefallen sind, weil die "Gallier von der Alb" noch in der 2. Liga spielten, kommt es am Donnerstagabend (19 Uhr) in der Balinger Sparkassen-Arena wieder zu der vielversprechenden Begegnung. "Für seine Heimstärke ist der Verein bekannt", weiß Löwen-Trainer Sebastian Hinze, der zwei Teams auf Augenhöhe erwartet.
Elf Punkte hat HBW in dieser Saison bislang geholt - acht davon vor heimischer Kulisse. Gegen Stuttgart und Ludwigshafen schafften die Balinger jeweils ein 25:25. Nordhorn rang die Truppe mit 25:23 nieder, doch das 36:23 gegen die MT Melsungen und 31:30 über die Füchse Berlin waren große Überraschungen. Die letzte Heimniederlage kassierten die Balinger am 6. Oktober, als der HC Erlangen die Punkte beim 32:30 mitnahm.

Doch der Bergische HC ist nicht nur aufgrund der Kulisse in der engen 2300 Zuschauer fassenden Halle gewarnt. "Die Kader-Qualität ähnelt unserer", sagt Hinze. Nach dem gelungenen Wiederaufstieg in die LIQUI MOLY Handball-Bundesligaverstärkte sich der Club mit Filip Taleski und Vladan Lipovina von den Rhein-Neckar Löwen. Beide haben den ohnehin schon starken Rückraum der Mannschaft nochmals verbessert. Lipovina ist mit 55 Treffern aus dem Feld sogar erfolgreichster Torschütze seiner Mannschaft. Über einen herausragenden Spieler verfügen die Balinger auf der Mitte. Martin Strobel, der nach überstandenem Kreuzbandriss wieder spielen kann, ist sogar in der Nationalmannschaft gesetzt.

"Dazu kommt ein gutes Zusammenspiel mit dem Kreis, der mit Marcel Niemeyer und Benjamin Meschke auch körperlich robust besetzt ist", sagt Hinze, der zudem einen Vergleich zum BHC in der vorigen Saison zieht. "Wie wir in der vergangenen Spielzeit nach dem Aufstieg sehr eingespielt waren, sind es auch die Balinger in diesem Jahr."


Den Schlüssel zum Erfolg sieht der Coach im funktionierenden Tempospiel. "Das sollte besser klappen als in Flensburg", sagt der Coach. "Damit würde es uns sicher gelingen, Stress zu vermeiden." Denn die Balinger Abwehr setze voll darauf, genau diesen beim Gegner zu entfachen. "Es ist eine 6:0-Deckung mit einer sehr hohen Antizipationsbereitschaft." Das weiß natürlich auch Tomas Mrkva, der drei Jahre in Balingen gespielt hat und seinen Anteil am Aufstieg im vergangenen Sommer hatte. Dass das Spiel für den BHC-Torhüter etwas Besonderes ist, hatte der Tscheche bereits im Vorfeld der Saison betont.

"Wir haben natürlich den Anspruch, in Balingen die Punkte zu suchen und wollen sie idealerweise auch finden", sagt BHC-Geschäftsführer Jörg Föste. "Wir stehen aber vor einer schweren Aufgabe." Der 59-Jährige zieht beim Ausblick auf den Kontrahenten auch ein erstes Zwischenfazit: "15:15-Punkte sind eine sehr zufriedenstellende Ausbeute. In vielen Bereichen haben wir auch eine Weiterentwicklung gesehen", holt Föste aus. "Man darf dabei nicht vergessen, dass auch die anderen in Bewegung sind. Gerade in diesem Jahr bestätigt sich wieder, dass die Liga zu Recht als stärkste Liga der Welt bezeichnet wird - vor allem in der Breite."

Wer die Reise nach Balingen antreten kann, steht noch nicht ganz fest. Daniel Fontaine und Leos Petrovsky sind nach wie vor verletzt, aber auch Yannick Fraatz und Maciej Majdzinski mussten zuletzt angeschlagen das Training ausfallen lassen. Ob die beiden dabei sein können, entscheidet sich kurzfristig - genau wie die Nominierung von Alexander Weck, der in dieser Woche bei einem Lehrgang der Junioren-Nationalmannschaft war.

Quelle: PM Bergischer HC 06


  

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