Freude auf das fränkisch-thüringische Derby

Die Nummer 1 im ThSV-Kasten: Blaz Voncina (Foto: sportfotoseisenach) Die Nummer 1 im ThSV-Kasten: Blaz Voncina (Foto: sportfotoseisenach)

Der ThSV Eisenach gastiert zum Zweitbundesliga-Spitzenspiel beim HSC Coburg


Damit war vor Saisonbeginn nicht zu rechnen! Das Spitzenspiel des 12. Spieltages der 2. Handball-Bundesliga der Männer findet mit Beteiligung des ThSV Eisenach statt! In der HUK-Coburg Arena treffen am Samstag, 16.11.2019 um 19.30 Uhr der gastgebende Tabellen-Zweite HSC Coburg und der auf Tabellenplatz 5 rangierende Aufsteiger aus Thüringen aufeinander. Beide Teams trennt nur ein Punkt. „Wir freuen uns auf das fränkisch-thüringische Derby, wollen unser Bestes geben. Wir haben nichts zu verlieren. Es wäre schön, wenn wir in der Tabelle weiter oben dabeibleiben“, erklärt Eisenachs Geschäftsführer und Manager Rene Witte. Eine große blau-weiße Fankaravane wird sich von der Wartburg zur Vestenstadt aufmachen und zu einer Coburger-Saisonrekordkulisse beitragen. (Tickets sind vorab online unter www.hsc2000.de sowie am Samstag ab 18.00 Uhr an der Tageskasse erhältlich!)


Auch der HSC Coburg mit blütenweißer Heimweste


Seine stolze Punkteausbeute verdankt der ThSV Eisenach seiner Heimstärke. Vierzehn der fünfzehn Punkte wurden im Thüringer Handballtempel, der Werner-Aßmann-Halle, erobert. Von Reisen brachte der ThSV Eisenach bisher nur einen Zähler mit. Auch der HSC Coburg verweist auf eine blütenweiße Heimweste. Er gehörte in der Saison 2016/2017 dem Handballoberhaus an, hat nach dem Abstieg die Rückkehr stets im Blickfeld. Steuernachforderungen, die fast zehn Jahre zurückliegen, ließen den Etat schrumpfen. Auf dem Transfermarkt konnten nach zwei namhaften Abgängen keine Sprünge gemacht werden. Der knapp 37-jährige Girts Lilienfelds, von 2008 bis 2015 beim ThSV Eisenach, der den Fokus eigentlich auf seine berufliche Entwicklung legen wollte, steht Woche für Woche im Kader. „Girts ist auch nach wie vor dabei, seine Berufsausbildung bei der Firma Schumacher zu machen. Aufgrund von dem verletzungsbedingten Ausfall von Jakob Knauer im rechten Rückraum hat er sich aber bereit erklärt, diesen Verlust bis zu Jakobs Rückkehr aufzufangen. Das war und ist extrem wichtig für unser Team und dafür bin ich ihm auch sehr dankbar“, lässt Jan Gorr, der Coach des HSC Coburg wissen. In seinen Reihen steht mit Florian Billek die Nummer 2 der Torjägerliste der Liga. Ein Tempogegenstoßspezialist und sicherer Vollstrecker von der Siebenmeterlinie. Wie sieht der Coach des HSC Coburg sein Mannschaft? „Wir haben ein Team mit einer interessanten Mischung aus jungen, hungrigen Spielern auf der einen Seite und einigen sehr erfahrenen Korsettstangen auf der anderen. Das ist auch Bestandteil unserer Vereinsphilosophie im Rahmen des Coburger Wegs. Dass diese Mischung auch auf hohem sportlichem Level miteinander funktioniert, ist immer wieder aufs Neue eine Herausforderung. Die Spieler haben naturgemäß unterschiedliche Interessen und auch ganz andere Lebenssituationen. Schließlich liegen teilweise mehr als 15 Jahre dazwischen“, so Jan Gorr. Er hofft am Samstagabend auf die Rückkehr seines zuletzt verletzungsbedingt fehlenden Rückraumspielers Christian Neuhold, um dann nahezu in voller Besetzung auflaufen zu können.


„Auch dieses Spiel beginnt bei 0:0“


Das hofft auch Eisenachs Trainer Sead Hasanefendic. Seine gut besetzte Wechselbank bildete die Grundlage für den jüngsten 25:23-Heimerfolg über die DJK Rimpar Wölfe. Beim Stand von 4:8 nach 20 Minuten brachte er sechs neue Feldspieler und wechselte quasi den Erfolg ein. „Ich musste handeln und der Schachzug mit jenen Spielern, die nicht unbedingt zur ersten Sieben gehören, ist ja aufgegangen“, schmunzelt die Trainerikone im Nachhinein. Eine erfolgreiche Formation ändert man ja bekanntlich nicht, wird der ThSV Eisenach in Coburg mit dieser Aufstellung beginnen? „Eine erfolgreiche Mannschaft ändert man nicht. Meine erfolgreiche Mannschaft besteht aus 16 Spielern. Sie hat im bisherigen Saisonverlauf erfolgreich gespielt. Jeder hat Anteil daran. Mit Erfolgen steigt natürlich das Selbstvertrauen. Meine Mannschaft hat das Zeug, weiter erfolgreich zu spielen. Mit welcher Formation wir in der HUK-Coburg Arena beginnen, wird sich erst nach dem Abschlusstraining entscheiden. Es gibt alternative Formationen in Abwehr und Angriff. Natürlich auch mit Blick auf unsere Gegenüber am Samstagabend“, lässt Sead Hasanefendic wissen. Wie sieht er die Partie am Samstagabend? „Die Hürde ist hoch. Das muss jedem klar sein. Wir werden versuchen, die passenden Antworten auf die Coburger Aufgaben zu finden. Der HSC Coburg hat in heimischer Halle noch keinen Punkt abgegeben. Aber vielleicht gelingt uns ja eine große Überraschung, beginnt doch auch diese Begegnung beim Stand von 0:0. Auch diese Partie muss erst gespielt werden. Alles ist möglich. Der Gastgeber steht unter Erfolgsdruck. Wir nicht.“


Drei Spielmacher mit unterschiedlichen Qualitäten


Mit seinem breiten Kader will der ThSV Eisenach versuchen, eine Überraschung zu schaffen, vielleicht sogar den Auswärts-Bock umstoßen. Die Erfahrungen vom Testspiel beider Teams im Sommer werden sicherlich auf beiden Seiten mit einfließen. Sead Hasanefendic wird die Qualitäten seiner drei so unterschiedlichen Spielgestalter Yoav Lumbroso (19 Jahre), Martin Potisk (20) und Jonas Ulshöfer (26) wieder nutzen. Bisher kamen alle drei zum Einsatz. Die Linksaußenposition werden Ivan Snajder und Adrian Wöhler (beim 25:23-Erfolg über Rimpar 9 von 9 Strafwürfen verwandelnd, mit insgesamt 11 Treffern eine 100-Prozent-Quote erreichend) besetzen. Rechtsaußen werden Willy Weyhrauch und Ante Tokic (mit 64 Treffern auf Platz 8 der Torjägerliste der Liga) wirbeln. Kapitän Duje Miljak kommt überwiegend für Abwehraufgaben im Innenblock. Im Tor hat sich Sead Hansanefendic auf Blaz Voncina als Nummer 1 festgelegt. Im ThSV-Torhüterteam weiter Stanislaw Gorobtschuk, Denis Karic und der junge talentierte Marius Noack. Auswahl auch am Kreis mit Justin Mürköster, Marko Racic und Hannes Iffert.


Quelle: PM ThSV Eisenach



  

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