SC DHfK kann sich nicht belohnen! Ganz bittere Heimniederlage gegen die Löwen!

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Die Handballer des SC DHfK Leipzig hatten das nächste Hammerspiel vor der Brust. Nach den Spielen gegen die Topteams aus Magdeburg und Melsungen waren am Donnerstagabend die Rhein-Neckar Löwen um Weltstar Uwe Gensheimer zu Gast in der Messestadt. Und ein Blick in den Rückspiegel machte Hoffnung. Die DHfK-Männer gingen nämlich nicht nur mit Rückenwind vom Auswärtssieg fünf Tage zuvor bei der MT Melsungen in die Auseinandersetzung, sie hatten auch noch gute Erinnerungen an das Heimspiel gegen die Mannheimer in der vergangenen Saison, als sie erstmals in ihrer Vereinsgeschichte die Löwen in die Knie zwingen konnten.



Dementsprechend legten die Gastgeber los wie die Feuerwehr. Die Männer in grün-weiß schienen noch immer im Melsungen-Modus und zeigten von der ersten Sekunde an, dass die QUARTERBACK Immobilien ARENA ihre Festung ist. Binder, Wiesmach, Semper – und schon lagen die Hausherren mit 3:0 in Führung. Es dauerte fünf Minuten, bis auch der hoch favorisierte Deutsche Meister von 2016 und 2017 seinen ersten Treffer erzielen konnte. Leipzig zeigte sich davon allerdings völlig unbeeindruckt und gab weiter den Ton an. Franz Semper knallte in den ersten acht Spielminuten drei Würfe aus dem Rückraum in den Gegnerischen Kasten, Jens Vortmann parierte einen Siebenmeter von Superstar Uwe Gensheimer und Philipp Weber legte nach. So musste Löwen-Trainer Kristján Andrésson beim Spielstand von 7:4 bereits ganz früh seine erste Auszeit nehmen und brachte zudem Torhüter Andreas Palicka anstelle von Mikael Appelgren.



Die taktische Maßnahme brachte zunächst kaum einen Effekt, denn Lukas Binder fing direkt den darauffolgenden Angriff ab und verwandelte den Konter, und auch Lucas Krzikalla zeigte beim ersten Siebenmeter für Leipzig keine Nerven und traf sicher zum 9:5. Fortan stabilisierte sich jedoch das Spiel der Gäste mehr und mehr. Bis zum Halbzeitpfiff konnten die Mannheimer den Rückstand Tor für Tor wettmachen und schafften in der 29. Spielminute den Anschlusstreffer zum 16:15. Die Löwen kamen sogar nochmal in Ballbesitz und konnten zwölf Sekunden vor der Sirene noch eine weitere Auszeit nehmen, um den Spielzug zum Ausgleichstor einzustudieren. Das Unterfangen scheiterte jedoch, sodass die Leipziger einen ganz knappen, aber psychologisch wichtigen Vorsprung mit in die Kabine nehmen konnten.



Nach dem Seitenwechsel zunächst ein ähnliches Bild wie zu Beginn der Partie. Jens Vortmann zeigte erneut eine starke Parade, Leipzig traf vorn und nach einer weiteren Parade von „Vorti“ hatte der SC DHfK wieder die Chance, auf drei Treffer davonzuziehen. Jedoch war plötzlich der Wurm drin im DHfK-Spiel. Es schlich sich der ein oder andere technische Fehler ein, mehrere Abpraller nach vorausgegangenen Paraden von Jens Vormann landeten in den Händen der Gäste und selbst beste Chancen der Leipziger fanden nicht mehr den Weg in den gegnerischen Kasten. Ein 0:6-Lauf für die Mannheimer drehte die komplette Partie auf den Kopf. Auf einmal mussten die Hausherren einem deutlichen 19:23-Rückstand hinterherlaufen.



Philipp Weber erzielte schließlich den erlösenden Treffer zum 20:23 nach mehr als zehn Minuten ohne Tor für den SC DHfK Leipzig und die 4753 fantastischen Zuschauer in der ARENA stellten sich 15 Minuten vor Schluss die Frage: Geht da vielleicht doch noch was?



Die hoffnungsvolle, aber zeitgleich auch ernüchternde Antwort auf diese Frage lautete JEIN! Denn die grün-weißen Krieger bissen sich tatsächlich noch einmal richtig ran. Zwei Steals mit erfolgreichem Torabschluss von Lukas Binder, zwei sehenswerte Treffer von Maximilian Janke und wichtige Akzente von Joel Birlehm, der für die letzten Spielminuten ins Leipziger Tor gekommen war, sorgten für einen kaum noch für möglich gehaltenen 28:28-Ausgleich. Jetzt explodierte die ARENA förmlich. Bei angezeigtem Zeitspiel gegen die Löwen gut 30 Sekunden vor Ultimo hätten die Leipziger bei einem Ballgewinn sogar die Chance auf den Siegtreffer gehabt. Doch der routinierte Alexander Petersson netzte elf Sekunden vor dem Ende aus ungünstiger Position zur Löwen-Führung und Marko Mamic setzte den letzten Freiwurf der Leipziger in den Block der Gäste. So mussten die DHfK-Männer nach aufopferungsvollem Kampf erneut eine maximal bittere Heimniederlage hinnehmen, die dennoch mit Sicherheit bei allen 4753 Zuschauern Lust auf weitere Handballschlachten in Leipzig hinterlassen hat.



Trainer Kristján Andrésson (Rhein-Neckar Löwen): „Ich bin sehr zufrieden mit den zwei Punkten. Das war heute ein ganz schweres Spiel. In der ersten Halbzeit haben wir nicht so gut im Angriff gespielt und Leipzig hatte ein sehr gutes Tempospiel. Aber in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit waren wir dann besser. In der zweiten Halbzeit hat uns Andreas Palicka mit wichtigen Paraden geholfen und unser Angriffsspiel wurde immer besser. Eigentlich hatten wir dann die Kontrolle über das Spiel, aber durch die beiden Steals von Lukas Binder war in den letzten Minuten alles möglich. Darum sind wir sehr zufrieden, dass wir die beiden Punkte gegen ein sehr gutes Leipziger Team mitnehmen.“



Trainer André Haber (SC DHfK Leipzig): „Ich glaube, die erste Viertelstunde haben wir ganz vieles richtig gemacht. Unseren fantastischen Start ins Spiel sehe ich als Weiterentwicklung. Wir sind viel dominanter und aggressiver aufgetreten und haben die Halle sofort abgeholt. Die Stimmung war heute wieder fantastisch. Unsere Halbzeitführung hätte durchaus noch etwas höher ausfallen müssen. Zwischen der 36. und 46. Minute haben wir das Spiel dann weggeworfen. Uns ist in diesen zehn Minuten kein Tor gelungen und die Löwen haben das mit sechs Treffern gnadenlos ausgenutzt und gezeigt, warum sie eine Spitzenmannschaft in Europa sind. Es ist sehr bitter für uns, wie die letzte Minute gelaufen ist, aber das heutige Spiel hat mir gezeigt, dass wir hier zu Hause alles schaffen können.“



SC DHfK Leipzig gegen Rhein-Neckar Löwen 28:29 (16:15)



SC DHfK Leipzig: Vortmann, Birlehm; Semper (3), Wiesmach (4), Witzke, Krzikalla (2/2), Binder (6), Janke (3), Müller, Roscheck, Weber (4), Mamic (5), Gebala (1), Milosevic, Kristjansson, Santos



Rhein-Neckar Löwen: Appelgren, Palicka; Schmid (4), Gensheimer (6/1), Kirkeløkke, Lagarde (1), Abutovic, Mensah (4), Fäth, Groetzki (1), Guardiola (1), Petersson (5), Nielsen (1), Ganz, Kohlbacher (6)



Strafminuten: Leipzig 8 Min, Löwen 8 Min



Siebenmeter: Leipzig 2/2, Löwen 1/2



Zuschauer: 4753 Handballfans in der QUARTERBACK Immobilien ARENA



Quelle: PM SC DHfK Leipzig



  

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