NSU im Achtelfinale: Neckarsulm entscheidet Pokalfight in Zwickau nach doppelter Verlängerung für sich

Doppelte Verlängerung, 84 Tore, 17 Zeitstrafen und drei rote Karten - allein diese Zahlen zeigen auf, wie dramatisch das DHB-Pokalspiel der Neckarsulmer Sport-Union beim BSV Sachsen Zwickau abgelaufen ist. Dabei vergibt die NSU zwischenzeitlich eine 7-Tore-Führung, macht das Spiel unnötig spannend und und rettet es nach einem Zwei-Tore-Rückstand gegen kämpferische Gastgeberinnen in die Verlängerung. Auch dort hat Neckarsulm die Chance, das Spiel nach den ersten 2 x 5 Minuten Zuschlag für sich zu entscheiden, kann den letzten Angriff aber nicht erfolgreich abschließen. In der zweiten Verlängerung sind die Gäste spielerisch erneut oben auf und können diesen Vorteil nun auch für sich nutzen. Unterstützt von einer sicheren Abwehr mit Torhüterin Oliwia Kaminska setzt sich Neckarsulm erstmals in der Verlängerung mit vier Toren ab und gibt diese Führung bis zum 39:45-Endstand auch nicht mehr ab.




"Zwickau hat uns heute das Leben richtig schwer gemacht und auch beim größten Rückstand niemals aufgegeben. Den größten Fehler, den wir auch bei dem 13:16 zur Halbzeit schon gemacht haben, dass wir die Führung nicht über die gesamte Spielzeit mitgenommen und uns zwischenzeitlich unnötigerweise auf die faule Haut gelegt haben. Das war sehr ärgerlich, da wir einfach zu schnell mit etwas zufrieden sind und uns genau so etwas aber in keinem Spiel erlauben können. Dann kommt Zwickau mit großem Willen und Kampfgeist zurück in dieses Spiel und hat uns wirklich über 80 Minuten komplett gefordert. Ich denke trotzdem, dass wir einen sauberen Fight abgeliefert haben und heute als glücklicher Gewinner zurück nach Neckarsulm fahren können. Wir haben eigentlich über die gesamte Spielzeit vorgelegt und der Partie unseren Stempel aufgedrückt. Daher auch großen Respekt an Zwickau für eine starke Leistung heute Abend.", sagt NSU-Trainer Pascal Morgant im Anschluss an die packende Partie.





Dabei war die erste Hälfte gegen selbstbewusste und eingespielte Zwickauerinnen lange auf Augenhöhe. Ab der 20. Minute konnte Neckarsulm sich erstmals wirklich von den Gastgeberinnen absetzen und konnte somit immerhin eine 13:16-Führung in die Kabine nehmen. Danach dominiert die NSU in der Sporthalle Neuplanitz komplett und liegt nach einem perfekten Start in die zweite Halbzeit nach 37 Minuten mit sieben Toren in Front. Anstatt die Führung weiter auszubauen, schaltet die NSU gegen fightende Zwickauerinnen zu früh einen Gang zurück, denn Klara Schlegel verkürzt mit einem Dreierpack und bringt Zwickau emotional damit komplett zurück in die Partie. Die Gastgeberinnen wittern die Chance auf eine Überraschung und drehen das Spiel beim 28:27 mit einem 6:0-Lauf. Aber auch die Neckarsulmerinnen kämpfen und wehren sich gegen Zwickau und retten die Partie in die Verlängerung, in der sich Neckarsulm nach 80 dramatischen und kräftezehrenden den Auswärtssieg erkämpft und damit den Einzug in die nächste DHB-Pokalrunde feiert.





Auf wen die Sport-Union im Achtelfinale trifft, entscheidet sich bereits am kommenden Mittwoch im Anschluss an die Bundesliga-Partie der HSG Blomberg-Lippe. Ebenfalls im Einsatz ist zu diesem Zeitpunkt auch bereits wieder die Neckarsulmer Mannschaft von Pascal Morgant. Um 19:30 Uhr empfängt die NSU in der heimischen Ballei den amtierenden Pokalsieger Thüringer HC in der Handball Bundesliga Frauen.





DHB-Pokal: BSV Sachsen Zwickau - Neckarsulmer Sport-Union 39:45 n.V. (13:16)





Zwickau:



Zenner, Szott - Rösike (4/1 Tore), Kracht, Pavlovic (4), Bolze (3), Felsberger (1), Nagy (2), Stojkovska (10/1), Schlegel (5), Choinowski (7/2), Pester (1), Ertl (2)





Neckarsulm:



Wachter, Kaminska (1 Tor) - Kalmbach (2 Tore), Wolf (3), Hendrikse (7/1), Knippenborg (7), Wick, Goos (1), Ineichen (3), Reimer (14/4), Espinola Perez (2), Kooij (4), Kretzschmar (1)





Siebenmeter: ZWI 4/7 - NSU 5/8





Zeitstrafen: ZWI 10 (rot: Pavlovic, Nagy) - NSU 7 (rot: Ineichen)





Zuschauer: 345


Quelle: PM Neckarsulmer Sport-Union e.V.


  

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