In Leipzig an Kiel anknüpfen

Mit 29:34 unterlagen die Bergischen Löwen dem THW Kiel, präsentierten sich aber deutlich verbessert. Die Körpersprache - speziell nach Rückschlägen - stimmte wieder, und auf beiden Seiten des Feldes hat Trainer Sebastian Hinze eine Steigerung ausgemacht. "Jetzt wollen wir auch auswärts wieder besser spielen", sagt der 40-Jährige mit Blick auf die Partie beim SC DHfK Leipzig, die am Donnerstagabend um 19 Uhr in der Arena Leipzig angepfiffen wird.
Die Sachsen haben sich seit der Saison 2015/16 in der Bundesliga etabliert und sich mit einer Ausnahme stets gesteigert. Dem achten Rang 2017/18 folgte der elfte Platz in der vorigen Saison, nachdem die Mannschaft sogar lange noch tiefer gestanden hatte. 27:41-Punkte war zudem die schwächste Ausbeute seit dem Aufstieg. Das kleine Tief scheint der Club aber überwunden zu haben. In dieser Saison stehen die Leipziger mit 8:4-Zählern auf dem siebten Rang. Zu Hause gewann der Verein seine drei bisherigen Partien, auswärts gelang ein Sieg in Minden, doch in Ludwigshafen und wenig überraschend Flensburg behielten die Kontrahenten die Oberhand.



"Sie haben sich noch mal verstärkt", weiß Sebastian Hinze. Mit Joel Birlehm kam einer der aufstrebendsten Torhüter überhaupt vom TuS N-Lübbecke und bildet gemeinsam mit Jens Vortmann ein starkes Gespann. Neu im Kader sind unter anderem außerdem Philipp Müller ( MT Melsungen) und Marko Mamic (KS Kielce). Beide verstärken einen mit Franz Semper, Philipp Weber und Niclas Pieczkowski ohnehin schon sehr gut besetzten Rückraum. Letzter kam nach einer Schulter-Operation allerdings in dieser Saison noch nicht zum Einsatz.



Die Qualität der Leipziger ist zwar hoch, doch die Löwen rechnen sich dennoch Chancen aus. "Wir können mithalten, wenn wir unsere Leistungsgrenze erreichen", sagt Hinze. Das gelang auswärts zuletzt nicht. Bei den Rhein-Neckar Löwen und der TSV Hannover-Burgdorf verloren die Löwen jeweils 24:30. "Das waren zwei Spiele, mit denen wir nicht zufrieden waren", sagt Rechtsaußen Arnor Gunnarsson und spricht ein Manko an: "Das Tempospiel könnte besser sein. Wir wollen natürlich die erste, zweite und dritte Welle laufen, dort auch auf Risiko gehen, aber dabei nicht den Kopf verlieren."



Auswärts sei es zuletzt nicht gelungen, sich bietende Lücken zu nutzen, wie Hinze erläutert. "Wir hatten die Situationen, die wir kreieren wollen, haben aber nicht die passenden Lösungen gefunden, weil wir nicht offen dafür waren. Das liegt natürlich gerade in Hannover auch daran, dass es eine Weile gedauert hat, bis wir ins Tempospiel gehen konnten", sagt der Coach. In Leipzig wollen die Löwen die Lösungen parat haben, wie es in ganz vielen Situationen im Heimspiel gegen Kiel gelungen ist.



"Daran wollen wir jetzt auswärts anknüpfen", sagt Hinze, der gegen den Rekordmeister nicht nur mit dem Angriff, sondern auch der Abwehr zufrieden ist. "Ziehen wir die gegnerischen Tempo-Tore ab, haben wir gut gestanden", blickt der Coach zurück. "Wir müssen auch ehrlich zugeben, dass die Kieler einfach besser waren." So gut Leipzig drauf ist, sie sind wohl nicht mit dem THW in seiner derzeitigen Form zu vergleichen. So ist auch Gunnarsson sicher: "Wenn wir fokussiert spielen, werden wir in Leipzig eine Chance haben."


Verzichten muss der BHC weiterhin auf Maciej Majdzinski und Daniel Fontaine. Erster hatte sich vor dem Duell gegen Kiel mit der Mannschaft aufgewärmt. "Es macht Spaß, ihn wieder in der Halle zu sehen", sagt Hinze über den 23-Jährigen, der sich im vergangenen November einen Kreuzbandriss zugezogen hat. "Ob es jetzt noch zwei, drei, vier oder mehr Wochen bis zu seinem Comeback dauert, kann ich aber nicht sagen. Er bekommt die Zeit, die er braucht." Während Leos Petrovsky sich von seinem Infekt erholt hat und wieder spielen kann, ist der Einsatz von Yannick Fraatz nun aus gleichem Grund ungewiss.



Quelle: PM Bergischer HC 06


  

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