BHC will noch eine Schippe drauf legen

Am Dienstagabend steigt um 19 Uhr das Duell der Löwen in der LIQUI MOLY HBL. Die Bergischen Löwen sind beim Namensvetter der Rhein-Neckar-Region klarer Außenseiter, fahren aber mit Selbstbewusstsein nach Mannheim. Schließlich darf der BHC mit dem Saisonstart von 3:1-Punkten zufrieden sein, obwohl noch Verbesserungspotenzial besteht.


Mit der ersten Halbzeit des 24:24 gegen die MT Melsungen war Trainer Sebastian Hinze zwar spielerisch einverstanden, doch die Löwen verfügten nur eine Angriffseffizienz von 33 Prozent. Wenn sich die Bergischen in diesem Bereich über die volle Spielzeit steigern, könnte auch bei den Rhein-Neckar Löwen eine Überraschung drin sein. "Im Vergleich zu Melsungen sind die Mannheimer noch mal eine Qualitätsstufe höher", stellt Hinze klar. "Daher müssen wir über 60 Minuten ein sehr gutes Spiel machen, um eine Chance zu haben - ein bisschen Glück gehört dann vielleicht auch noch dazu."



Auswärts hat der BHC das Löwenduell noch nie gewonnen. Alle sechs bisherigen Partien gingen an den Deutschen Meister von 2016 und 2017. Zu Hause schafften die Bergischen an einem Sahnetag im September 2014 einen 24:23-Erfolg, außerdem zwang die Mannschaft den Favoriten im vorigen Oktober im DHB Pokal-Achtelfinale in die Verlängerung.



Die Herausforderung am Dienstagabend ist immens. Die Rhein-Neckar Löwen haben sich auf drei Positionen personell verändert, beziehungsweise nominell verstärkt. Für Gudjon Valur Sigurdsson kam Uwe Gensheimer. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft ist auf der Linksaußen-Position über jeden Zweifel erhaben. Neu im Rückraum spielen der Franzose Romain Lagarde und der Däne Niclas Kirkelokke. Dazu ist der in der vorigen Saison langfristig verletzte Kreisläufer Jesper Nielsen wieder dabei. "Deshalb schätze ich sie schon stärker ein", sagt Hinze.



Mit Kristjan Andresson steht zudem ein neuer Trainer an der Seitenlinie, nachdem Nikolaj Jacobsen das Team fünf Jahre lang trainiert hatte. Den neuen Coach kennen vor allem Linus Arnesson und Max Darj bereits sehr gut. Seit 2016 trainiert der 38-Jährige die schwedische Nationalmannschaft. Ob die Bekanntschaft für einen der Beteiligten von Vorteil ist? Fest steht, dass die Rhein-Neckar Löwen gegen den Bergischen HC gewinnen müssen, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Die großen Löwen traten in dieser Saison bisher lediglich zwei Mal auswärts an. Einem Favoritensieg in Ludwigshafen folgte eine doch recht klare 27:30-Niederlage bei der SG Flensburg-Handewitt.



Dass die Mannschaft nun zu Hause auf den vermeintlichen Außenseiter BHC trifft, sorgt für Druck. "Aber diese Art von Druck ist das Team gewohnt. Den hat es jede Woche", ist sich Hinze sicher. Wenn die Bergischen eine Chance haben wollen, benötigen sie eine optimale Leistung. Dazu gehört natürlich ein Mal mehr ein hervorragendes Abwehr-Tempospiel sowie ein guter Torhüter, aber auch ein paar unerzwungene Fehler weniger als zuletzt gegen Melsungen und Nordhorn. Hinze sieht zudem Steigerungspotenzial im Entscheidungsverhalten, wenn das gegnerische Tor leer ist. "Manchmal sind ein paar kurze Pässe gegen eine ungeordnete Abwehr besser als der lange Wurf aufs leere Tor", sagt der Coach.



Bis auf Maciej Majdzinski und Daniel Fontaine, die immer noch ihre langfristigen Verletzungen auskurieren, kann Sebastian Hinze aus dem Vollen schöpfen. Der zuletzt wegen eines Trommelfellrisses fehlende Yannick Fraatz ist auch wieder einsatzbereit.



POKALTERMIN STEHT



Fest steht indes, wann die Bergischen Löwen zum Achtelfinale des DHB-Pokals beim TBV Lemgoantreten. Die Partie findet am Mittwoch, 2. Oktober, um 19 Uhr statt. Das in der Folge anvisierte Bundesliga-Spiel wurde daher auf den Sonntag, 6. Oktober, terminiert. Um 16 Uhr ist in der Klingenhalle GWD Mindenzu Gast.


Quelle: PM Bergischer HC 06


  

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