SC DHfK kann Schlusslicht im Schlussspurt bezwingen

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Die Männer des SC DHfK Leipzig haben das aktuelle Bundesligaspiel gegen den Tabellenletzten aus Friesenheim mit 28:22 (11:14) Toren gewonnen und damit den – sowohl von den Experten als auch Anhängern erwarteten – dritten Sieg in Serie geholt. Das sollte der Klassenerhalt für die körperkulturellen Handballer gewesen sein. Doch das blanke Resultat spiegelt die spannende Begegnung in der Arena an der Jahnallee kaum wider.



Denn die Eulen aus Ludwigshafen waren in den ersten dreißig Minuten das bessere Team. Sie nutzten die kleinen Fehler der Gastgeber, speziell die vielen Fehlwürfe aus dem Rückraum, gnadenlos aus. Jerome Müller erzielte das überraschende 4:7, Kai Dippe verwandelte seine Siebenmeter zum zwischenzeitlichen 5:9 sicher, Jonathan Scholz und Azat Valiullin markierten das 8:11 beziehungsweise 11:14. Das war der Halbzeitstand. Allerdings hatten die Friesenheimer (einem zentralen Stadtteil von Ludwigshafen in Rheinland-Pfalz) in dieser Saison schon einige Spiele am Anfang dominiert, um schließlich die Punkte liegenzulassen. Das bahnte sich wieder an.



Die Grün-Weißen kamen – wie mehrmals in der laufenden Saison – mit neuem Tatendrang aus der Kabine. Der Rückstand der Gastgeber schmolz zusehends zusammen. Maximilian Janke und Lukas Binder, der für den glücklosen Marc Esche gekommen war, stellten den unmittelbaren Anschluss her. Der stärker werdende Franz Semper und Niclas Pieczkowski markierten das 15:15 beziehungsweise 16:16. Spätestens in diesen Augenblicken „explodierte“ die Halle.



Es ist manchmal nur eine Floskel, wenn sich Spieler und Trainer für die Unterstützung bei den Handballfans bedanken. Doch die Aussagen der beiden Trainer gehen weiter. „Wir mussten uns gegen eine mental sehr starke Mannschaft durchsetzen, das schaffen wir zu Hause mit der Unterstützung unserer fantastischen Anhänger, doch auswärts nicht“, fasste André Haber zusammen. „Wir wussten, dass wir gegen die Gastgeber im Zusammenspiel mit dem Publikum sehr schwer bestehen können“, meinte Benjamin Matschke, der Trainer der Friesenheimer. Tatsächlich waren die Zuschauer wieder topp.



Außerdem besaßen die Leipziger – im Gegensatz zu den Gästen – in der Schlussphase noch frische Kräfte, die Begegnung in die eigene Richtung zu entscheiden. Sie konnten die letzte Viertelstunde mit 8:2 Toren gewinnen. Patrick Wiesmach erzielte sein 100. Saisontor. Auch Aivis Jurdzs und Bastian Roscheck schlossen zwei schnelle Angriffe erfolgreich ab. Die Grün-Weißen gewannen schließlich mit 28:22 Toren. Das war der siebente Heimsieg in der laufenden Saison.





André Haber (Trainer SC DHfK Leipzig):



„Ich hatte meine Mannschaft vor der Mentalität der Eulen gewarnt. Wir hatten uns schwerpunktmäßig darauf eingestellt, trotzdem haben wir nicht so gespielt, wie wir es uns vorgenommen hatten. Wir haben in der ersten Halbzeit keine guten Lösungen gegen die 5:1-Deckung gefunden und einige klare Chancen liegengelassen. Dann ist es natürlich schwierig, denn Ludwigshafen hat clevere Lösungen gefunden. Natürlich waren wir damit unzufrieden. Dann haben wir es aber geschafft, gut in die zweite Halbzeit zu starten. Wir haben unsere Deckung stabilisiert und nach der Pause nur noch acht Gegentore zugelassen, das war der Schlüssel zum Erflog. Fakt ist aber auch, dass sowas nur zu Hause geht. Auswärts hätten wir keine Chance, das Spiel zu drehen. Der Druck von der Halle war enorm, ich kann mich an dieser Stelle nur bei unseren Fans bedanken.“



Benjamin Matschke (Trainer Die Eulen Ludwigshafen):



„Das war am Ende ein verdienter Sieg für Leipzig. Wir haben mit einer beweglichen Deckung und guter 5:1-Abwehr sehr gut begonnen. In der zweiten Halbzeit hatten wir sehr viel Stress mit Unterzahlsituationen. Das Zeitstrafen-Verhältnis war fünf zu eins, ich weiß nicht, ob wir so unfair gedeckt haben. Dazu kam noch das Publikum, so dass es für uns sehr schwer war, hier zu bestehen. Leipzig hat in der Abwehr sehr viel Druck ausgeübt, wir hatten nicht mehr dieses Tempo aus der ersten Halbzeit. Mich ärgert die Höhe der Niederlage, denn ich denke, dass wir besser als diese sechs Tore Unterschied waren. 4500 Zuschauer gegen den Tabellenletzten ist schon ein Wort, da kann sich der SC DHfK glücklich schätzen, was hier in dieser Sportstadt entsteht. Wir geben unser bestes, dass wir uns nächstes Jahr wiedersehen.“





SC DHfK Leipzig gegen Die Eulen Ludwigshafen 28:22 (11:14)



SC DHfK Leipzig: Putera, Villadsen; Semper 6, Wiesmach 6/3, Rojewski 1, Jurdzs 1, Krzikalla, Binder 2, Janke 4, Pieczkowski 2, Roscheck 1, Weber, Gebala 1, Milosevic 2, Esche 2



Die Eulen Ludwigshafen: Asanin, Hanemann; Stüber 2, Salger, Dietrich 2, Scholz 5, Špiler, Haider 1, Remmlinger, Falk, Bührer 1, Müller 3, Dippe 4/4, Valiullin 4



Siebenmeter: Leipzig 3/4, Eulen 4/5



Zeitstrafen: Leipzig 2 Min, Eulen 10 Min



Zuschauer: 4337 Handballfans in der ARENA Leipzig



Quelle: PM SC DHfK Leipzig



  

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