Eulen verlieren erneut

Endstation Eisenach: Am Fuße der Wartburg beschloss Handball-Bundesligist Eulen Ludwigshafen seine Ost-Tour. Beim Zweitligisten ThSV Eisenach gab es eine vermeidbare 24:25 (12:14)-Niederlage. „Wir hätten das gerne gewonnen. Wir wissen es aber auch einzuordnen und das wir uns alles hart erarbeiten müssen“, bilanzierte Eulen-Coach Ben Matschke nach der neuerlichen Niederlage. Sein Trost: Vor einem Jahr wurden bei der Generalprobe alle vier Spiele vergeigt. Noch bleiben knapp drei Wochen Vorbereitung …

Scholz feiert Geburtstag

Für Jonathan Scholz war’s ein besonderer Sonntag – er feierte seinen 29. Geburtstag. Am Morgen gab’s zwei Kuchen von der Mannschaft und ein Ständchen. „Man merkt, dass der Rhythmus noch fehlt und wir noch immer zu viele technische Fehler machen. Wir hatten uns vorgenommen, die letzten zwei Spiele der Ost-Tour zu gewinnen, das hat jetzt leider nicht geklappt“, bedauerte Scholz.

Heimkehr für 60 Minuten
Für Azat Valiullin war’s eine „Heimkehr“: Seine erste Station als Handballer in Deutschland war Eisenach, ehe er über Lemgo im Januar 2018 nach Ludwigshafen kam. „Azat sprach damals noch kein Wort Deutsch. Von daher war’s von Vorteil, dass wir als ehemalige DDR-Bürger Russisch sprachen“, erklärte Thomas Levknecht, der Pressesprecher des ThSV, vor dem Anpfiff in der Werner-Aßmann-Halle. Valiullin traf dreimal.


Erneut ohne Haider
Nicht zum Einsatz kommen konnte Max Haider bei den drei Tests bei der Ost-Tour der Eulen. „Rückenprobleme, eine muskuläre Geschichte. Es ist zwar schon besser, aber wir sind zum Schluss gekommen, dass es besser ist, gar nicht zu spielen“, erklärte der Kreisläufer: „Ich bin aber schon mit der Prämisse mitgefahren, zumindest in Magdeburg zu spielen. Das habe ich probiert. Es ging nicht.“ Max Haider sieht das Ganze aber gelassen: „Es ist eine reine Vorsichtsmaßnahme.“

Angriff fortan im Fokus

Wie geplant nutzte Trainer Ben Matschke die vier Tage im Osten für viele Einzelgespräche mit den Spielern und intensive Videostudien. „Es gab keinen Lagerkoller“, unterstrich der Coach auch mit Blick auf den Stadtbummel abends in Leipzig, wo die Mannschaft residierte. Bis zum Test beim Zweitligisten HC Elbflorenz in Dresden (24:28) habe „der Fokus auf der Abwehr gelegen: Abwehr, Abwehr, immer wieder Abwehr“. Matschke attestierte der Defensive auch beim 24:31 beim SC Magdeburg „eine stabile 6:0“. In der Trainingssteuerung steht nun das Angriffsspiel im Mittelpunkt, was in Magdeburg durch 15 technische Fehler litt. Matschke vor der Partie in Eisenach: „Wir haben am Samstag noch einmal sehr gut trainiert. Ich wünsche der Mannschaft, dass sie sich heute belohnt. Sie hat’s verdient.“

Zu verkrampft
Die Eulen haben es nicht geschafft, obwohl es gut für sie begann: Nach sieben Minuten führten sie 5:2. Aber Eisenach blieb dran. Und nutzte die Fehler kaltblütig. Rechtsaußen Willi Weyhrauch, zu Zweitliga-Zeiten mal ein halbes Jahr auf Leihbasis in Ludwigshafen, traf vor der Pause dreimal. So war der ThSV nach 15 Minuten auf 6:7 heran. Die Eulen taten sich schwer gegen den 6:0-Kompaktblock der Gastgeber zum Abschluss zu kommen. Zum Kampf kam viel Krampf, letztmals vor der Pause gingen sie durch einen Siebenmeter Pascal Duraks in Führung (10:9). Zur Halbzeit führte der über die Außen ganz starke Gastgeber 14:12.

Lob für Wagner

Nach der Pause kam Hendrik Wagner auf Halbrechts. Und er zeigte sich auch auf der Position wurfgewaltig. Wagners Bilanz: sieben Würfe, vier Tore, einmal Latte und zwei Traumzuspiele: Das erste nutzte Dominik Mappes zum 17:18-Anschlusstor (38.), das zweite Pascal Durak zur 22:20-Führung (52.) . Nach 42 Minuten führten die Eulen erstmals nach 19 Minuten wieder: Torschütze Wagner. Die Führung hielt Martin Tomovski zunächst fest, der Ivan Snajders Siebenmeter parierte (43.). Der hatte vorher drei Siebener verwandelt. Toll das 20:18 der Eulen durch Durak nach Kempa-Trick mit „Johnny“ Scholz (45.). Die Führung aber reichte wieder nicht zum Sieg, weil freie Chancen ungenutzt blieben und die Eisenacher durch Luka Kukanovic viel Wucht aus der zweiten Reihe hatten. Er warf auch das Siegtor. Ach ja – und Willi Weyhrauch sorgte mit seinem vierten Treffer zum 22:22 für die Wende. In letzter Sekunde vergab Pascal Durak die Chance zum Sieg. Er war mit sechs Toren der beste Schütze der Eulen. „Meine jungen Spieler haben in der ersten Halbzeit zu viele technische Fehler gemacht“, erklärte Ben Matschke, der nach der Pause zufriedener war und den Auftritt Wagners auf halbrechts lobte: „Es ist nicht seine Position, aber im Moment ist er dort die beste Lösung für uns.“ „So hatten wir uns das Ende der Ost-Tour nicht vorgestellt“, gestand Wagner: „Wir haben heute vieles gut, aber auch vieles schlecht gemacht. Trotzdem war das Spiel sehr aufschlussreich und wir werden es im Video sicherlich eingehend analysieren.“

Statistik
Eulen Ludwigshafen: Škof (31. Tomovski) - Meddeb (1), Remmlinger (2), Valiullin (3) - Durak (6/1), Scholz (4) – Klimek (1) – Mappes (3), Klein, Dietrich, Bührer, Damm, Wagner (4)
Spielverlauf: 1:3 (4.), 2:5 (7.), 5:6 (9.), 6:8 (15.), 11:10 (25.), 14:12 (Halbzeit), 17:16 (37.), 18:18 (39.), 18:19 (42.), 20:20 (48.). 20:22 (52.), 23:22 (57.), 24:24 (59.), 25:24 (Ende)

Zeitstrafen: 2/1 – Siebenmeter: 4/3 – 2/1 - Schiedsrichter: Hampel/Tralles (Gera).

Quelle: PM Die Eulen Ludwigshafen


  

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