Viggó Kristjánsson und die HSG Wetzlar vermiesen DHfK-Heimspiel-Finale

Auch 9 Treffer von Philipp Weber reichten nicht für einen Heimerfolg gegen die HSG Wetzlar. Foto: Rainer Justen Auch 9 Treffer von Philipp Weber reichten nicht für einen Heimerfolg gegen die HSG Wetzlar. Foto: Rainer Justen

Es sollte nochmal eine ganz große Handballparty vor ausverkauftem Hause werden. Die Handballer des SC DHfK Leipzighatten im Kalenderjahr 2019 beeindruckende zwölf Heimsiege erkämpft und wollten sich im letzten Heimauftritt des Jahres gegen die HSG Wetzlar standesgemäß mit einem weiteren Heimerfolg von ihren Fans in die Weihnachtszeit verabschieden. Doch die HSG Wetzlar, die schon im letzten Jahr zwei Punkte in Leipzig geholt hatte, machte dem SC DHfK einen Strich durch die Rechnung. Beim 26:29-Auswärtssieg waren ausgerechnet die beiden ehemaligen Leipziger Alexander Feld und Viggó Kristjánsson die entscheidenden Akteure auf Seiten der Gäste.



Vor den Augen von 4.850 Handballfans ging es in der QUARTERBACK Immobilien ARENA vor Anwurf noch ganz besinnlich zu. Bei der Einlaufshow wurde zunächst Viggó Kristjánsson, der erst vor wenigen Wochen von Leipzig nach Wetzlar gewechselt war, offiziell vom SC DHfK verabschiedet. Und dann verwandelte sich die gesamte Halle in einen grün-weißen Weihnachtschor. Bronze-Sponsor MOOLOOLABAS hatte gewettet, dass es den Leipziger Fans nicht gelingen würde, gemeinsam mit 4850 Kehlen ein DHfK-Weihnachtslied zu singen. Die grün-weißen Fans belehrten MOOLOOLABAS eines Besseren, und so spendete der Rucksackpartner des SC DHfK Leipzig einen Euro für jeden Zuschauer an die Leipziger Kinderstiftung. Zudem hatte Spieltagspräsentator REWE im Rahmen des Heimspiels ebenfalls Spendengelder für die Leipziger Kinderstiftung gesammelt.



Ab Punkt 16 Uhr war es dann jedoch vorbei mit der Besinnlichkeit, denn beide Mannschaften schenkten sich von der ersten Minute an überhaupt nichts. Der auffälligste Spieler in den ersten zehn Minuten war zweifelsfrei Philipp Weber. Der Nationalspieler erzielte drei der ersten vier DHfK-Tore. Die Außenspieler Lukas Binder und Patrick Wiesmach waren es dann, die für die erste Leipziger Führung im Spiel sorgten und mit zwei Kontertoren das 5:4 bzw. 6:4 besorgten.



Der SC DHfK konnte diesen Vorsprung anschließend weiter ausbauen (12:9), doch dann zeigte sich erstmals der Ex-Leipziger Viggó Kristjánsson. Nach seinem ersten Tor zum 12:10 markierte der Isländer auch den 14:14-Ausgleichstreffer. Die Seiten wurden schließlich bei einen völlig ausgeglichenem 15:15 gewechselt.


Als beide Mannschaften wieder aus der Kabine kamen, übernahmen plötzlich die Hessen das Kommando. Schnell führten die Gäste mit 16:19 und verteidigten ihren Vorsprung durch zwei weitere Treffer von Viggó Kristjánsson (20:22 und 21:24). In der vergangenen Saison hatte der SC DHfK sein Heimspiel gegen Wetzlar mit 21:25 verloren. Auch diesmal leuchtete ein 21:25 auf der Anzeigetafel, als André Haber seine Mannschaft zur Auszeit zusammenrief. Allerdings blieb Leipzig diesmal noch eine Viertelstunde Zeit, um dieses Ergebnis zu korrigieren.



Und tatsächlich kämpften sich die körperkulturellen Handballer wieder heran. Getragen von den 4850 Fans verkürzte Lukas Binder auf 23:25 und Maximilian Janke schaffte zweimal den Anschlusstreffer zum 25:26 bzw. 26:27. Ein riesiger Jubelschrei hallte durch die ARENA, als Patrick Wiesmach schließlich den vermeidlichen Ausgleichstreffer erzielte, doch der Ball hatte nicht den Weg ins Tor gefunden, sondern sich nur im Außennetz verheddert.



Dennoch hatten die Leipziger in den finalen 60 Sekunden weiterhin die Gelegenheit, die Partie wieder auf Unentschieden zu stellen. Allerdings gingen die letzten beiden DHfK-Angriffe durch zwei Fehlpässe sehr unrühmlich zu Ende, und so konnte Wetzlar – durch wen sonst als Viggó Kristjánsson – zum 26:29-Endstand einnetzen. Neben dem Isländer wurde auch der andere ehemalige Leipziger Alexander Feld, der drei Tore zum Auswärtserfolg beisteuerte, nach dem Match ausdrücklich von Gäste-Trainer Kai Wandschneider gelobt.



„Ohne Viggo hätte Wetzlar das Spiel heut wahrscheinlich nicht gedreht. Daher nehme ich diese Niederlage auf meine Kappe. Es war im Wesentlichen meine Entscheidung, ihn gehen zu lassen und ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass unser Weg, auf den eigenen Nachwuchs zu setzen, der Richtige ist, auch wenn wir die Früchte erst später ernten werden“, sagte Geschäftsführer Karsten Günther unmittelbar nach dem Spiel.



SC DHfK Leipzig gegen HSG Wetzlar 26:29 (15:15)


SC DHfK: Vortmann, Birlehm; Semper 3, Wiesmach 4, Witzke 2, Krzikalla 1/1, Binder 3, Janke 3, Müller, Roscheck, Weber 9, Mamic, Remke, Gebala, Milosevic 1



HSG Wetzlar: Klimpke, Ivanisevic; Feld 3, Björnsen 3, Weber, Mirkulovski, Torbrügge 1, Weissgerber, Frend Öfers, Holst 4/3, Schefvert 5, Rubin 2, Lindskog 4, Kristjansson 5, Cavor 2



Siebenmeter: Leipzig 1/1, Wetzlar 4/3



Strafminuten: Leipzig 6 Min, Wetzlar 4 Min



Zuschauer: 4850 Handballfans in der QUARTERBACK Immobilien ARENA



Quelle: PM SC DHfK Leipzig


  

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