Eulen am Donnerstag in Wetzlar

(K)ein Spiel wie jedes andere? Eulen-Trainer Ben Matschke begegnet am Donnerstag (19 Uhr) beim Spiel in Wetzlar seiner Zukunft. Ab 1. Juli wird der 38-Jährige Cheftrainer der HSG und Nachfolger von Kai Wandschneider (61), der seit acht Jahren im Amt ist. Diesmal kommt Matschke nochmals als Gegner nach Hessen. Die HSG hat derzeit 8:6-Punkte und belegt Platz acht. Die Eulen sind mit 3:13-Zählern Tabellensiebzehnter. Mit dem 31:22 (18:11)-Sieg gegen den deutschen Meister THW Kielsetzte die Sieben von Kai Wandschneider am 3. Spieltag der laufenden Saison mehr als nur ein Ausrufezeichen. Mit Alexander Feld steht ein ehemaliger Ludwigshafener im zweiten Jahr bei der HSG unter Vertrag. Einer, der bei den „Wundern von Ludwigshafen“ zu den Hauptdarstellern zählte.

Gegner von hoher Qualität

„Das wurde ich in den letzten Tagen schon öfter gefragt“, sagt Ben Matschke, der sich immer mal wieder mit der Frage nach dem „besonderen Spiel“ in Wetzlar konfrontiert sah und sieht. Die Zukunft ist nicht sein Thema. Sein Thema sind einzig und allein die Eulen. Nur das zählt für Matschke. „Ich bin schon in der Aufgabe drin“, sagt der Coach, der sich – wie immer – intensiv in die Spielvorbereitung hinein kniet. Matschke ist detailversessen. Der Zufall soll keine Chance haben. Das heißt: Spielanalyse, Aufarbeitung der 26:30 gegen Erlangen. Da gab es durchaus gute Sequenzen. „Die Torhüterleistungen müssen besser werden“, fordert der Coach, den routinierten Gegner vor Augen. Video, Training – speziell auf den Gegner ausgerichtet. Matschke: „Ich will mit der Mannschaft weiterkommen, ich will die Mannschaft weiterentwickeln. Ich will, dass wir drin bleiben, dass wir in der Bundesliga bleiben!“ Der Gegner – „sehr erfahren, eine sehr clevere Mannschaft“, urteilt Matschke: „Die erste Sechs spielt schon lange zusammen. Mirkulovski steuert gut, Cavor, Holst, Klimpke – das ist hohe Qualität.“

Sonderlob für Daniel Wernig


Weiter auf der Ausfallliste steht Eulen-Rechtsaußen Alexander Falk, der wegen seiner Knieverletzung in dieser Runde noch keine Sekunden eingesetzt werden konnte. „Ich bin seit letzter Woche jeden Tag vier Stunden in der Reha“, erklärt der 23-Jährige. Es ist eine wichtige Etappe auf dem Weg zurück ins Mannschaftstraining und im nächsten Schritt auch aufs Parkett. „Mir geht es gut, es geht vorwärts“, sagt Falk. Auf seine schwere Verletzung reagierten die Eulen im Sommer mit dem Blitztransfer des Ex-Hüttenbergers Daniel Wernig (32), der seine Laufbahn schon beendet hatte. Der Zweitliga-Rekordspieler steht seit Saisonbeginn als Trainer bei seinem Heimatverein, dem hessischen Oberligisten TSG Münster unter Vertrag, die Wernigs Wunsch stattgab, befristet bei den Eulen als Falk-Ersatz einspringen zu dürfen. „Ich genieße jede Minute Bundesliga“, sagt Wernig: „Ich fühle mich wohl, ich will der Mannschaft helfen. Ich will Punkte holen und mache mir keine Gedanken, wie lange ich noch bleiben werde.“ In sechs der bisher acht Spiele kam Wernig zum Einsatz, warf 19 Tore, 14 davon durch Siebenmeter. Zwei Siebenmeter hat der Routinier vergeben. „Daniel ist mehr als eine Ausleihe. Er hat uns sofort geholfen. Wir sind froh, dass wir seinen Vertrag noch einmal verlängern konnten“, sagt Matschke, der die Klasse des Routiniers schätzt, aber auch die menschlichen Qualitäten des Rechtsaußen preist. Dank des charakterstarken Nothelfers Wernig muss sich Alex Falk auf dem Weg zum Comeback keinen Zeitdruck machen. Bemerkenswert Wernigs Leistung beim 27:26-Sieg in Balingen, als der Mann mit der Nummer 9 bis auf eine Zeitstrafe durchspielte. Sein Pendant Pascal Durak fehlte verletzt. Am Schluss ging Wernig, der sechsmal traf, auf dem Zahnfleisch zum Sieg. Den sicherte acht Sekunden vor Schluss Jannek Klein. Der Halbrechte hat einen Schritt nach vorn getan, ist mit mehr Selbstvertrauen unterwegs und hat außer am zweiten Spieltag gegen die Löwen immer getroffen. „Uns hat auch das Quäntchen Glück gefehlt“, haderte Klein nach dem 26:30 gegen HC Erlangen. Der 21-Jährige traf dreimal, hat jetzt 18 Saisontore. Lob und Anerkennung freuen ihn. Klein sieht’s als Ansporn. Da geht noch mehr!

Quelle: PM Die Eulen Ludwigshafen


  

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