Löwen schreiben Clubgeschichte

Dass Spielern wie Alexander Weck, Lukas Stutzke, Maciej Majdzinski und Yannick Fraatz die Zukunft gehört, bewiesen sie während des 31:18-Erfolgs des Bergischen HC über die HSG Nordhorn-Lingen. So durften sich die 2.928 Fans in der ausverkauften Wuppertaler Unihalle schon vor Beginn der Partie freuen, dass Majdzinski und Stutzke ihre Verträge bis zum 30. Juni 2022 verlängert haben. Die letzte Begegnung des Jahres endete sogar historisch. Schließlich stellt das 31:18 den höchsten Sieg in der Bundesliga-Historie der Bergischen Löwen dar.



Die beste Leistung der Vereinsgeschichte war es zwar nicht, doch der BHC trat von Beginn an mit aller Entschlossenheit auf. Vorne misslang speziell in der ersten Halbzeit zwar noch viel, und erneut ließ die Mannschaft einige freie Gelegenheiten ungenutzt, doch der Sieg geriet deshalb nie in Zweifel. Eine hervorragende Leistung in der Abwehr mit einem bärenstarken Tomas Mrkva im Tor dahinter waren Garant für einen ungefährdeten Sieg.



Maciej Majdzinski war es, der mit zwei tollen Toren auf 4:2 stellte. Nach Georg Pöhles Anschluss zogen die Hausherren durch vier Tore in Serie von Csaba Szücs, Arnor Gunnarsson, Jeffrey Boomhouwer und Linus Arnesson auf 8:3 davon. Die Nordhorner kamen nicht mehr in Reichweite. Sie hatten nicht nur Probleme mit der BHC-Deckung, sondern scheiterten auch immer wieder aus nächster Nähe an Mrkva, der zum Schluss 16 Paraden auf seinem Konto hatte.



Bereits die Pausenführung war mit 14:9 recht komfortabel, doch in den Schongang schalteten die Löwen zu keinem Zeitpunkt. Die Truppe blieb 60 Minuten hochkonzentriert und schaffte es so, den Niedersachsen nicht eine richtig gute Spielphase zu gönnen. Spätestens als der BHC begann, vorne auch noch effektiver zu spielen und entsprechend besser zu treffen, waren die Fans in der Unihalle in Feierlaune - und die Löwen befeuerten dies mit zum Teil spektakulären Toren.



So drehte Boomhouwer die Kugel aus ungünstigem Winkel ins Nordhorner Gehäuse. Max Darj traf per Heber, und Alexander Weck versenkte mit aller Gewalt aus neun Metern über den Innenblock hinweg. Der 19-Jährige blieb im Übrigen auch bei drei Siebenmetern abgebrüht und war Schütze des historischen 31. Treffers zum Endstand. Stehende Ovationen hatte zuvor bereits Lukas Stutzke bekommen. Der 21-Jährige hatte das 30. Tor in der einseitigen Partie markiert. Und mit Yannick Fraatz hatte ein weiterer junger Spieler Grund zur Freude. Der 20-Jährige kam in der Schlussphase für Gunnarsson und erzielte gegen seinen ehemaligen Verein ein schönes Tor von außen.



Mit dem 31:18 hat der Bergische HC gleich zwei neue eigene Bestmarken aufgestellt. Bis Sonntagnachmittag hatten die Löwen ihren höchsten Bundesliga-Sieg am 3. Mai 2014 beim TV Emsdetten gefeiert. Das Team von Trainer Sebastian Hinze gewann damals 34:22 (18:14). Der höchste Heimsieg war bisher sogar weniger deutlich. Den hatte der BHC noch unter Coach HaDe Schmitz am 22. Oktober 2011 gegen den SC Magdeburg erzielt. Beim 40:31 (20:13) hielten die Löwen die Punkte damals sensationell in der Unihalle.



Im Vorfeld der Partie hatten die Vertragsverlängerungen von Lukas Stutzke und Maciej Majdzinski im Vordergrund gestanden. Letzterer hatte einen Kontrakt bis zum Saisonende, der nun um zwei Jahre ausgebaut wurde. Stutzke wäre ohnehin bis 2021 geblieben, entschied sich aber für eine vorzeitige Verlängerung. "Wir hatten schon bei seiner ersten Unterzeichnung festgehalten, dass wir gerne vorzeitig verlängern würden, wenn sich seine Entwicklung so darstellt, wie wir uns das vorstellen. Das haben wir nun getan", sagt Geschäftsführer Jörg Föste.



In der kommenden Saison nicht mehr dabei sein wird Leos Petrovsky. Der Tscheche zog seine Option zum Ausstieg und wird den BHC im Sommer 2020 verlassen.



Löwengebrüll - die Stimmen zum Spiel


Geir Sveinsson: "Es war ein verdienter Sieg des Bergischen HC. Wir haben wirklich schlecht gespielt. Der BHC hat hart gekämpft und gut gespielt, aber wir können viel mehr. Deshalb bin ich heute richtig enttäuscht von unserer Leistung. Vielleicht sollte ich das nicht sagen, aber wir haben kacke gespielt. Mehr habe ich eigentlich nicht zu sagen. Wir hatten in der ersten Halbzeit sieben technische Fehler - ähnlich war es in der zweiten. Und wir haben viele Chancen verworfen."


Markus Pütz (Co-Trainer): "Wir sind sehr zufrieden mit dem Jahresausklang. Der war wichtig nach dieser kleinen Phase mit mehreren Niederlagen. Aus einer guten Defensivleistung haben wir viel Tempo gemacht. Was uns besonders freut, ist, dass wir es bis zum Ende durchgezogen haben und keine große Schwächeperiode hatten."


Jörg Föste: "Ich habe auch einen verdienten Sieg unserer Mannschaft gesehen. Wir widmen den Sieg heute Karin Stock, die uns vor einigen Tagen völlig überraschend verlassen hat. Jeder weiß, dass die Ehrenamtlichen rund um den Bergischen HC eine wichtige Stütze dieses Clubs sind. Eine so lebensfrohe, positive und freundliche Person zu verlieren, reißt eine große Lücke in unsere Reihen. Zum Spiel: Wir haben in der jetzigen Zusammensetzung noch nicht so eine Serie von Misserfolgen erlebt. Deswegen war es für uns ganz besonders positiv und wichtig, dass wir heute diesen Auftritt unserer Mannschaft hinbekommen haben. Gegen einen Gegner, der sich zum Schluss einer Sieben gegenüber gesehen hat, die ausgesprochen jung war. Mit Alexander Weck, Sebastian Damm, Lukas Stutzke und Yannick Fraatz. Da kann man schon sagen, dass uns vor der Zukunft nicht bange sein muss. Da können wir noch einiges erwarten."




Spiel


Schiedsrichter: Suresh Thiyagarajah und Ramesh Thiyagarajah


Siebenmeter :4/7 - 1/2


Zeitstrafen: 1 - 4 (Darj - Miedema(2), Weber(2))


Spielverlauf: 2:1 (5.), 5:3 (10.), 9:5 (15.), 10:6 (20.), 13:8 (25.), 14:9 (30.), 16:10 (35.), 21:13 (40.), 23:14 (45.), 26:16 (50.), 28:17 (55.), 31:18 (60.)



Quelle: PM Bergischer HC 06



  

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