Fifty-Fifty-Spiel

Am Donnerstag kommt um 19 Uhr der HC Erlangen in die Solinger Klingenhalle. Ein Kontrahent, der in dieser Saison bisher einen Punkt mehr geholt hat als der Bergische HC. "Zu Hause ist das eine Fifty-Fifty-Spiel", findet Trainer Sebastian Hinze. "Wenn wir unsere Leistung bringen, kommen wir für einen Sieg in Frage." Fehlen wird allerdings Arnor Gunnarsson, der sich einen Muskelbündelriss im Oberschenkel zugezogen hat.


Gute Erinnerungen haben die Löwen an das Hinspiel gegen die Erlanger in der vorigen Saison. Haushoch mit 35:26 gewann der BHC. "Da haben wir sie auf dem falschen Fuß erwischt", erinnert sich Hinze, der natürlich auch das Rückspiel nicht vergessen hat. In dem kassierten die Bergischen eine 18:26-Pleite. In dieser Saison hat sich der HCE noch mal verstärkt. Mit Sime Ivic und Antonio Metzner kamen zwei hervorragende Spieler im rechten Rückraum. Außerdem wechselte Kreisläufer Sebastian Firnhaber vom THW Kielin die Nürnberger Metropolregion.



Namhaftester Zugang ist zweifellos Carsten Lichtlein. Der Torhüter wird - nach Korrektur der Daten seitens der HBL - voraussichtlich im Dezember Bundesliga-Rekordspieler. Lichtlein steht bei 621 Einsätzen, Rekordhalter Jan Holpert hat 625. In Erlangen ist der 39-Jährige noch nicht die klare Nummer eins. Spannmann Nikolas Katsigiannis bekommt fast genauso viel Spielzeit wie Lichtlein. "Erlangen ist insgesamt überragend besetzt", sagt Hinze. "Aber unsere Hoffnung ist berechtigt, dass wir mithalten können. Zu Hause wollen wir natürlich gewinnen."



Nachwirkungen des 27:27 in Ludwigshafen, bei dem die Löwen spät einen Sechs-Tore-Vorsprung aus der Hand gegeben haben, seien nicht zu spüren. "Natürlich war das ärgerlich, und wir haben auch darüber gesprochen. Aber dieser Punktverlust ist nicht mit dem 25:25 gegen Göppingen vergleichbar", erklärt Hinze. "Gegen die Göppinger Abwehr hatten wir zum Schluss im Positionsangriff keine Chance mehr, in Ludwigshafen hatten wir weiterhin gute Abschlüsse, wirkten aber überrascht, weil die Gastgeber plötzlich volles Tempo gingen und wir nicht in den Rückzug kamen. Daraus müssen wir lernen."



So bitter es ist: "Im Sport muss man manchmal Dinge erleben, um sie zu verbessern", sagt der Coach. Das Thema ist seit Samstag abgehakt. "Seitdem ist es auch für mich erledigt", meint Torhüter Tomas Mrkva. "Wir sind alle Profis genug und hoffen natürlich, dass wir eine solche Phase nicht noch mal erleben."



Gegen Erlangen gilt es, eine robuste 6:0-Deckung zu knacken. "Die Mannschaft will den Gegner immer in die Zweikämpfe zwingen, weil sie da besonders gut ist", weiß Hinze. Ein paar einfache Tore könnten also helfen. Doch der Einsatz von Fabian Gutbrod ist nahezu ausgeschlossen. Der Rückraum-Rechtshänder leidet weiterhin unter einem stechenden Schmerz am Schienbeinköpfchen. Der Coach hat daher bereits Alexander Weck angespornt. Auch auf ihn könnte es ankommen.



Gleiches gilt für Yannick Fraatz, der für den sicher ausfallenden Arnor Gunnarsson (Muskelbündelriss) auf der Rechtsaußen-Position antreten wird. "Ich spüre schon, dass die Situation jetzt eine andere ist", sagt Fraatz. "Trotzdem muss ich auch locker bleiben. Verkrampft spielt es sich nicht so gut." Weiterhin ausfallen werden darüber hinaus Daniel Fontaine (Achillessehnenriss) und Leos Petrovsky (Schambeinentzündung).



Für die Wuppertaler Handballfans steht der kostenlose BHC-Busshuttle mit zwei Verbindungen um 17.27 und 18.07 Uhr ab dem Stadion am Zoo zur Verfügung. Zurück nach Wuppertal geht es um 21 Uhr.



Quelle: PM Bergischer HC 06


  

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