Showdown vor „gelber Wand“: Finale um Aufstieg in die 2. Bundesliga – Public Viewing für gute Zwecke

Foto: Michael Elser Foto: Michael Elser

Aufstiegsrelegation zur 2. Handball-Bundesliga: HSG KonstanzThSV Eisenach (Samstag, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle)



Das Handball-Fieber in Konstanz und Region ist bereits seit Wochen ausgebrochen, am Samstag steigt der Höhepunkt einer überragenden Saison für den Süddeutschen Meister HSG Konstanz. Zwar hätte die Ausgangsposition dafür besser sein können. Doch Spieler und Trainer der HSG sind trotz der 25:30-Niederlage im Hinspiel der Aufstiegsrelegation zur 2. Handball-Bundesliga beim ThSV Eisenach zuversichtlich, dass im finalen Showdown am Samstag, 20 Uhr, daheim das Happy End gelingt. Grund dafür ist der Heimvorteil in der stimmungsvollen „Schänzle-Hölle“. Bereits in Thüringen konnte sich die HSG auf über 200 mitgereiste Fans verlassen, im eigenen Hexenkessel vor dem eigenen frenetischen Publikum „ist noch mehr möglich“ – sagt Kapitän Tim Jud und freut sich auf eine aus allen Nähten platzende Halle. Als optisches Zeichen der Unterstützung sind alle Fans aufgerufen, in gelber Kleidung in die Halle zu kommen.





Denn im Rückspiel sieht Jud die Karten neu gemischt – auch wenn der Vorteil nun beim langjährigen Erstligisten liegt. Mit einem Profiteam und Nationalspielern aus aller Herren Länder – wie dem erst zwei Tage vor dem ersten Duell mit der HSG nachverpflichteten 146-fachen slowenischen Nationaltorhüter Dusan Podpecan – und Trainerlegende Sead Hasanefendic war und ist Eisenach in seiner ersten Drittligasaison überhaupt der große Favorit. Dennoch war das junge HSG-Team im ersten Vergleich über weite Phasen ebenbürtig und musste erst in den letzten Minuten nach einem eigenen Siebenmeter an die Latte auch noch einen „Sonntagswurf“ zwei Sekunden vor Schluss hinnehmen. Somit muss die HSG mit den eigenen Fans im Rücken fünf statt nur drei Tore aufholen. „Eine große Hypothek“, ärgert sich Jud. Aber, schiebt er gleich hinterher: „Keine, die man nicht aufholen kann.“ Sollte die HSG Konstanz mit sechs Treffern Differenz gewinnen, kehrt sie direkt in die 2. Bundesliga zurück, bei einem Sieg mit fünf Toren entscheidet nach Europapokal-Arithmetik die höhere Anzahl an auswärts erzielten Toren. Sollte das Spiel erneut 30:25 enden, wird direkt nach dem Abpfiff ohne Verlängerung ein Siebenmeterwerfen durchgeführt.





Der Verlierer im Gesamtvergleich hat allerdings noch nicht alles verloren. In der zweiten Runde der aufgrund der Reduzierung der 2. Bundesliga von 20 auf nur noch 18 Mannschaften nötig werdenden Relegation kann er sich im in zwei Partien mit gegen den Westdeutschen Meister Krefeld oder Nordmeister Rostock noch den letzten freien Platz für das als „stärkste zweite Liga der Welt“ geltende Bundesliga-Unterhaus sichern. Das Hinspiel findet am 25./26. Mai in Krefeld oder Rostock statt, das Rückspiel würde bei einer Konstanzer Beteiligung am 1. Juni um 20 Uhr am Schänzle starten.





Dass es dazu gar nicht erst kommt, davon ist Jud nach wie vor überzeugt. „Wir wollen gemeinsam die Hütte abbrennen und das Ding nach Konstanz holen“, sagt er fest entschlossen. Und mit einem Lächeln im Gesicht: „Natürlich hoffen wir dann auf einen positiven Ausgang und den Aufstieg in die 2. Bundesliga.“ Nicht erst die aktuellen Beispiele Liverpool und Tottenham geben den Konstanzern Mut, auch so einige verrückte Spiele in der „Schänzle-Hölle“ zeigen: Eisenach wird ein heißes Pflaster erwarten. „Wir können unseren Traum verwirklichen“, so Torwart Maximilian Wolf. Der HSG-Fanclub plant jedenfalls bereits ein paar Überraschungen, die für eine einmalige, unvergessliche Gänsehautstimmung sorgen werden.



Online-Ticketverkauf und Public Viewing auf großer LED-Wand für gute Zwecke





Noch sind einige der begehrten Tickets für das Entscheidungsspiel am Samstag für je 12 Euro über www.hsgkonstanz.de/tickets erhältlich.





Damit das Event zudem einen unvergesslichen Rahmen für möglichst viele Zuschauer bekommt, wird in der Nebenhalle Richtung Seerhein das Spiel in Echtzeit auf einer 15 Quadratmeter großen LED-Wand übertragen. Für den Eintritt wird eine Sicherheitsgebühr von 2 Euro erhoben. Der komplette Erlös sowie alle Spenden, die über Spendenboxen gesammelt werden, gehen an die Forschung zum Rett-Syndrom (Symptome von Autismus, Parkinson, zerebraler Lähmung, Epilepsie und Angststörungen), an dem die kleine Chiara Lyan aus Kreuzlingen leidet sowie an den an Krebs erkrankten Jungen Lukas Träger aus Litzelstetten, dessen Mutter alleinerziehend und selbstständig ist. A2r:media stellt




dafür die komplette Technik und Mitarbeiter zur Unterstützung der guten Zwecke zur Verfügung. „Wir hoffen“, sagt Geschäftsführerin Andrea Riegel, „dass viele Fans kommen und ein wichtiger Beitrag für die beiden Kinder gesammelt werden kann.“ HSG-Präsident Otto Eblen ergänzt: „Das Schicksal der beiden Kinder bewegt uns sehr. Wir alle sind aufgerufen, ihnen zu helfen.“ Spendenkonto für die Forschung zum Rett-Syndrom: IBAN CH83 0078 4014 5094 2200 5, Gian Vito Diliso, Kreuzlingen, Rubrik "Chiara Spende Rett". Die gesammelten Gelder werden dem Elternverein für Kinder mit Rett-Syndrom e.V. und deren Forschungsprojekt gespendet.





Zudem gibt es einen Gastrobereich vor der Halle direkt am Seerhein mit leckerem vom Grill und frischen Waffeln. Auf dem Sportplatz vor der Halle wird darüber hinaus für die ThSV-Fans die „Eisenach-Arena“ mit Zelt und Verpflegungsständen eingerichtet.



Quelle: PM HSG Konstanz


  




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