Eulen unterliegen in Berlin

„Wir haben eine Verpflichtung unseren Fans gegenüber, uns am Mittwoch von einer anderen Seite zu präsentieren.“ In einer von den Füchse Berlin klar dominerten Begegnung müssen sich die Eulen Ludwigshafen mit 32:20 (17:11) geschlagen geben.

Für die Eulen, die mit dem Flugzeug in die Hauptstadt reisten, war in Berlin nichts zu holen. Das war nach der Anfangsphase nicht zu vermuten, denn die Abwehr stand gut. Nach Treffern von Kai Dippe, David Špiler und Stefan Salger stand es nach knapp fünf Minuten 3:3-Unentscheiden. Die Berliner deckten sehr defensiv und ließen den Eulen Räume, die genutzt wurden. Nach dem 6:5 durch den Kapitän Gunnar Dietrich sortierten sich die Gastgeber neu: Von nun an agierte das Team von Velimir Petkovic in einer 5:1-Deckung. Dadurch gelang es den Füchsen, Mittelmann David Špiler aus der Partie zu nehmen. Im Anschluss daran erzielten die Eulen fast zehn Minuten lang keinen Treffer, während die Berliner ihre Führung munter ausbauten. Die leichtsinnigen Fehler der Eulen-Offensive wurden konsequent bestraft. Auch die Auszeit des Eulen-Coachs Ben Matschke nach einer Viertelstunde brachte nicht die erhoffte Wende. Es war wiederum Špiler, der den 6:0-Lauf der Hauptstädter beendete und zum 12:6 traf (21.). Die Füchse spielten den Vorsprung von der Uhr und gingen mit einemkomfortablen 17:11-Führung in die Pause.

Die zweite Halbzeit startete denkbar schlecht für die Ludwigshafener. Während Berlin weiterhin mit entschiedener Durchsetzung alle Fehler der Eulen ausnutzte und somit die Führung weiter ausbaute, gelang den Gästen lange Zeit kein Treffer. Bis zum sehenswerten Heber von Alex Falk (48.) konnten nur Johnny Scholz und Kai Dippe ein Tor erzielen. Das lag nicht zuletzt an Silvio Heinevetter, der mit 40% abgewehrter Würfe einen guten Tag erwischte.Diese Phase nutzte Berlin clever, um den Vorsprung zweistellig auszubauen. In der Schlussphase war die Partie bereits entschieden. Petkovics Team ließ sich die zwei Punkte nicht mehr nehmen und agierte bis zum Ende weiterhin konsequent. Ein negativer Höhepunkt der zweiten Hälfte war die Rote Karte gegen Berlins Kevin Struck: Pascal Bührer setzte sich leichtfüßig gegen Struck durch und wurde im Fallen getroffen. Eine Schrecksekunde für alle Eulenfans, denn Bührer blieb zunächst auf dem Boden liegen. Zum Glück für Bührer blieb der Griff in den Wurfarm ohne schwerwiegende gesundheitliche Folgen. Doch auch der Platzverweis änderte nichts mehr an der Situation und so konnten die Hausherren einen ungefährdeten 32:20-Heimsieg feiern.

Die Partie hatte trotz des Ergebnisses einen kleinen Hoffnungsschimmer: Alex Feld konnte sein Comeback feiern und stand in Berlin nach siebenmonatiger Verletzungspause wieder auf der Platte. Feld hatte sich im Heimspiel gegen Magdeburg (11. Oktober) einen Achillessehnenriss zugezogen.Für die Eulen geht es bereits übermorgen weiter, am Mittwoch (19 Uhr) empfängt Matschkes Team den TVB Stuttgart um die ehemalige Eule David Schmidt. Aktuell sind noch Tickets verfügbar. Diese gibt es online unter die-eulen.de oder ab 17:30 Uhr an der Abendkasse ab 10€.

Eulen-Stimmen zum SpielMax Haider: „Es war nix heute, das muss ich ehrlich sagen. Wir kamen zwar gut rein und wollten Berlin da von Anfang an ärgern, was wir auch teilweise geschafft haben. Doch wir haben viel zu einfache Fehler gemacht und waren im Angriff hektisch. Dadurch standen wir in der Abwehr dann nicht mehr so sicher. Das 5:12 klingt natürlich nicht gut, doch das müssen wir abhaken, denn am Mittwoch geht’s direkt weiter. Die Umstellung von Berlin hat uns denZahn gezogen, Berlin hat mit uns das gemacht, was wir vorhatten. Dennoch konnten wir im sieben gegen sechs gute Lösungen finden, die wir aber zu oft nicht zu Ende gespielt haben. Dann war Berlin einfach zu stark. So eine Mannschaft bestraft jeden Fehler, wie wir in der zweiten Halbzeit gesehen haben.“

Cheftrainer Ben Matschke: „Es war ein sehr enttäuschendes Spiel für uns. Wir waren heute nicht gut genug, und das in allen Belangen: Angriff, Abwehr, technische Fehler, freie Würfe. Das Einzige, was funktioniert hat, war das sieben gegen sechs, da konnten wir neun von zwölf holen. Das war keine gute Leistung von uns. Das gilt es jetzt schnell zu verarbeiten, denn wir haben eine Verpflichtung uns und auch unsere Fans gegenüber, uns am Mittwoch von eineranderen Seite zu präsentieren.“

Statistik

Füchse Berlin: Heinevetter (1), Semtisch, Wiede (3), Holm (1), Drux (4), Lindberg (9/5), Elison (5), Marsenic (1), Gojun, Koch (2), Mandalinic (2), Schmidt, Zachrisson (2), Struck (2).

Eulen Ludwigshafen: Hanemann, Hoblaj, Salger (2), Špiler (5), Dietrich (1), Durak, Scholz (3), Dippe (5/3), Feld, Stüber, Valiullin, Falk (2), Haider (2), Bührer, Remmlinger.

Siebenmeter: 5/5 – 4/3 – Zeitstrafen: 2:3 – Rote Karte: Struck (49.) – Zuschauer: 7485

Schiedsrichter: Ramesh und Suresh Thiyagarajah

Quelle: PM Die Eulen Ludwigshafen


  




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