Tabellenführer nimmt Einladung an: A-Jugend der HSG Konstanz mit vielen Fehlern chancenlos

Desolate Abwehr und 40 Gegentore: Torwart Moritz Ebert erlebte mit der HSG Konstanz einen schwarzen Abend beim Tabellenführer Bittenfeld. (Foto: Peter Pisa) Desolate Abwehr und 40 Gegentore: Torwart Moritz Ebert erlebte mit der HSG Konstanz einen schwarzen Abend beim Tabellenführer Bittenfeld. (Foto: Peter Pisa)

A-Jugend-Bundesliga: TV Bittenfeld – HSG Konstanz 40:24 (17:11)

Völlig chancenlos war die A-Jugend der HSG Konstanz beim Bundesliga-Tabellenführer TV Bittenfeld. „Wir hatten nur 30 bis 35 Prozent erfolgreiche Abschlüsse. Mit dieser Angriffseffektivität kann man kein Spiel gewinnen“, zeigte sich Thomas Zilm, Trainer der völlig neben sich stehenden Gäste, enttäuscht vom Auftritt beim Nachwuchs des Erstligisten TVB Stuttgart. „Dazu viele technische Fehler, die Abwehr desolat, so hast du keine Chance und kassierst bei einem echten Topteam eine Klatsche.“

Diese deutete sich schon nach fünf Minuten an, als die Bodensee-Handballer immer noch auf ihren ersten Treffer warteten, für die Hauherren jedoch schon vier Treffer notiert wurden. Zwar verkürzte Moritz Dierberger auf 3:4 für seine Farben, doch als Bittenfeld von 7:5 auf 12:5 stellte (22.) war die deutliche Überlegenheit des TVB „in allen Belangen“, so Zilm, auch im Ergebnis deutlich sichtbar. Bis kurz vor der Pause konnte sein Team noch einigermaßen mithalten, kam zum 11:15, doch nach dem Seitenwechsel brachen alle Dämme. Nach 40 Minuten war die erste Zehn-Tore-Führung für die Schwaben perfekt, nach 46 Zeigerumdrehungen waren es 16 Tore Differenz (31:15).

„Bittenfeld hat sich“, musste Thomas Zilm enttäuscht anerkennen, „die hohe Fehlerquote unserseits daheim nicht entgehen lassen. Der TVB hat sich bedankt und unsere Einladung angenommen.“ Der B-Lizenzinhaber vermisste gerade im zweiten Durchgang die Gegenwehr gegen einen erwartet starken Gegner. „Teilweise war das Hasenhandball im Angriff“, zeigte er wenig Verständnis für die schwache Darbietung seiner Equipe, die nun angesichts des gebrauchten Tages, an dem nichts und beim Gegner alles funktionierte, mehr und mehr die Köpfe hängen ließ. Bittenfeld nutzte seine Dynamik und spielte sich in einen Rausch, hatte dabei aber auch leichtes Spiel gegen aufsteckende Gäste vom Bodensee. „Leider waren die Jungs nicht wachzurütteln“, meinte der Konstanzer Übungsleiter.

Da die Abwehr nie richtig zur gewohnten Stabilität fand, kam der Zweitliga-Nachwuchs nie richtig in sein Tempospiel und offensiv nie richtig ins Laufen. Stattdessen konterten die Hausherren mit Gegenstoß über Gegenstoß die HSG aus. Zilm: „Sie haben uns erfolgreich ihr Spiel aufgezwungen, mit ihrer kompakten 6:0-Abwehr und im Angriff mit ihrem guten Rückraum.“ Seine eigene Mannschaft war durch zu viele Spieler, die weit von der Normalform entfernt waren, leicht ausrechenbar. Missfallen hat dem HSG-Coach aber vor allem, wie sich seine Equipe am Ende in ihr Schicksal ergeben hat: „Das wird intern Gespräche nach sich ziehen. So kann es nicht weitergehen, denn so wird es schwer, Punkte zu holen. Die Einstellung kann ich nicht akzeptieren.“

Nach schweren Spielen gegen hochgehandelte Team stehen nun noch drei Partien gegen direkte Konkurrenten um Platz sechs bevor. Die Hoffnung des Konstanter Trainergespanns ist, dass sich die HSG-Talente dann wieder von ihrer anderen Seite zeigen, der begeisternden, temporeichen und erfolgreichen, die sie bis auf Platz drei gespült hatte. Den Anfang macht das Heimspiel am Samstag um 15 Uhr gegen Echaz-Erms.

TV Bittenfeld – HSG Konstanz 40:24 (17:11)

HSG Konstanz: Moritz Ebert, Sven Koester (Tor); Felix Fehrenbach, Lars Michelberger (3), Hendrik Dahm (2), Jonas Hadlich (3), Julian Kirschmann (2), Joel Schamberger, Joel Mauch (5/2), Julian Küchler, Moritz Dierberger (6), Johnny Polis (2), Niklas Duffner (1), Hannes Schlegel.

Weitere Informationen unter:
www.hsgkonstanz.de

Quelle: PM HSG Konstanz


  
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